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Modellzeichnung

Abriss nördlicher Flügel B-Bau am 08.08.2016 vollendet

Abriss nördlicher Flügel B-Bau, 02.08.2016

Nachdem die Entkernung des nördlichen Flügels B-Bau nur an den zur Entsorgung  herausgebrachten Materialien zu bemerken war, hinterlässt der Abriss der Hülle nun deutlich erkennbare Spuren. Die Trennung der Decke und der Bodenplatte vom weiter bestehen bleibenden Gebäudeteils ist erfolgt und ca. 2/3 des Abrisses sind erfolgt. Spätestens in der kommenden Woche wird der nördliche Flügel des B-Baus Geschichte sein.

Einsatz des Tiefbaugerätes
ab Juli 2016

Mit dem neu angelieferten Tiefbaugerät werden die Verbauträger, aus welchen die Baugrubenabstützwand gebildet wird, in einem neuen Verfahren eingebracht. Dies erfolgt mittels Hochfrequenz-Vibrationshammer.

Das ist die unter den gegebenen Umständen umweltfreundlichste Maschine für diese notwendigen Arbeiten. 

 

 

Für Technikbegeisterte:

Transportstellung Großbohrmaschine

Symbolischer Spatenstich für Europas erste Passivhausklinik

Frankfurt a.M., 02.07.2016. Im Frankfurter Westen entsteht bis 2019 die erste Passivhausklinik Europas. Am Samstag erfolgte der symbolische Spatenstich für den ersten Bauabschnitt des Neubaus des Klinikums Frankfurt Höchst.

"Der Neubau der Klinik ist ein elementarer Baustein für den Erhalt bzw. die Weiterentwicklung der Patientenversorgung auf der höchsten Versorgungsstufe. Durch die Bündelung von Kompetenzen entsteht mit 79.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche ein modernes Zentrum der somatischen Bereiche des Klinikums. Baubeginn ist im September 2016", erläuterte Oberbürgermeister Peter Feldmann begeistert. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2019 geplant.

„Mit den Landesmitteln tragen wir unseren Teil dazu bei, die Basis für einen weiterhin erfolgreichen und zukunftssicheren Krankenhausbetrieb hier in Höchst zu schaffen. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, weitere Schwerpunkte auf die Qualität der Behandlung der hessischen Patientinnen und Patienten zu legen und es werden auch die Voraussetzungen für eine moderne medizinische und qualitativ hochwertige Versorgung geschaffen“, erklärte der Hessische Gesundheitsminister Stefan Grüttner.

Oberbürgermeister Peter Feldmann betonte: "Im Frankfurter Westen ist das Klinikum Höchst einer der größten und ältesten Arbeitgeber. Über 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus mehr als 50 Herkunftsländern sorgen rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr für unser gesundheitliches Wohl. In den westlichen Stadtteilen gibt es sie auch heute noch, die „Krankenhaus-Familien“, die über mehrere Generationen  am Klinikum Höchst tätig sind, vielleicht sogar an der eigenen Krankenpflegeschule gelernt haben, und sich mit diesem Haus ein Leben lang verbunden fühlen. Das Klinikum Höchst ist damit nicht nur ein Leuchtturm in der Frankfurter Gesundheitsversorgung, sondern Teil der Identität für Höchst, Unterliederbach und der angrenzenden Stadtteile.“

Im Neubau allein wird es wie mehrfach kommuniziert 666 Betten und 40 tagesklinische Plätze geben. Hinzu kommen die Betten der Kliniken für Augenheilkunde und Psychiatrie, die in anderen Bereichen auf dem Areal des Klinikgeländes untergebracht sind.

Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig: „Der Neubau des Klinikums Höchst wird die erste in Passivhausbauweise errichtete Klinik Deutschlands und stellt damit einen Meilenstein in der Krankenhaus-Architektur dar. Wir statten einen hochkomplexen Bau mit Sondernutzung durch modernste Technologien aus und tragen damit unserer Zielvorgabe Rechnung, in 2050 eine klimaneutrale Stadt zu sein.

Nach einem Wettbewerbsergebnis mit nur einem verbliebenen Bieter bin ich froh, dass wir einen Generalunternehmer gefunden haben, der alle unsere technischen Anforderungen zu erfüllen in der Lage ist und das Klinikum 2019 schlüsselfertig übergeben wird.“

„Mit dem Neubau entsteht in Höchst ein modernes Krankenhaus der kurzen und transparenten Wege. Arbeitsabläufe werden optimiert, dadurch können wir auf lange Sicht Kosten einsparen. Die hohe Qualität der medizinischen Versorgung bleibt für die Patientinnen und Patienten erhalten, diese stehen auch weiterhin im Mittelpunkt. Gleichzeitig sichern wir die Arbeitsplätze der Beschäftigten“, sagt Stadtkämmerer Uwe Becker. 

Dr. Dorothea Dreizehnter, Vorsitzende der Geschäftsführung des Klinikums Frankfurt Höchst: „Der Neubau ist nicht nur enorm wichtig für die Bevölkerung, sondern auch eine nachhaltige Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Klinikums als Haus der höchsten Versorgungsstufe und in unsere Mitarbeiterinnen sowie Mitarbeiter. Der interdisziplinäre Zentren-Ansatz kommt der patientennahen Versorgung zugute. Der hier geplante Gesundheitscampus mit Angeboten rund um das Thema Gesundheit wird den Frankfurter Westen insgesamt attraktiver machen.“

 Dr. Albrecht Häberle, Vorstand der BAM Deutschland AG und Generalunternehmer für den Klinikneubau in Höchst. „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, dessen sind wir uns bewusst. Mit unseren vielfältigen Erfahrungen im Klinikbau - sind wir aber auch gut für diese Aufgaben gerüstet.“  

Beginn Abriss nördlicher Flügel B-Bau

Nach Erhalt der Abrissgenehmigungen kann mit den Abrissarbeiten des nördlichen Flügels B-Bau begonnen werden. Leitungen, die dem Bau des neuen Wirtschaftshofes stören, sind "beiseite geräumt", mit den Entkernungsarbeiten wurde gestartet.

Der Abriss erfordert eine sortenreine Trennung aller Materialien, um sie einer Wiederverwertung bzw. einer endgültigen Entsorgung zuführen zu können.

Bauantrag genehmigt

Frankfurt a.M., 21.12.2015. Nach der Übergabe des Fördermittelbescheids des Landes Hessen für den Neubau des Klinikums Frankfurt Höchst ist kurz vor Weihnachten ein weiterer konkreter Meilenstein für den Neubau des Klinikums erreicht worden: Die Bauaufsicht der Stadt Frankfurt übergab die Baugenehmigung für den Neubau.

Rosemarie Heilig, Aufsichtsratsvorsitzende der Zentralen Errichtungsgesellschaft und des Klinikums Frankfurt Höchst sowie Gesundheitsdezernentin der Stadt Frankfurt am Main, würdigte dies am Montag gemeinsam mit den Geschäftsführern der ZEG sowie Vertretern des Klinikums durch eine besondere Plakataktion in der Personalcaféteria des Klinikums.

Gesundheitsdezernentin Rosemarie Heilig: „Mit der Genehmigung des Bauantrages haben wir die nächste große Etappe in der lange geplanten Umsetzung des Klinikneubaus erreicht. Ein Bauprojekt dieser Dimension ist immer Teamarbeit – da muss ein Rad in das andere greifen. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bauaufsicht, des Klinikums und der ZEG, die diesen Schritt so kompetent und zeitnah bearbeitet haben.“

„Mit einem unter ökologisch nachhaltig wirkenden Aspekten betriebenen neuen Gebäude und einem neuen zukunftsweisenden, integrierten Gesamtkonzept kann flexibel und zukunftssicher auf die kommenden Herausforderungen reagiert werden“, unterstreichen Udo Findt und Karsten Valentin, Geschäftsführer der Zentralen Errichtungsgesellschaft mbH, das Neubaukonzept.

Für die Bausumme von 236,7 Millionen Euro – den Löwenanteil in Höhe von 182 Mio. Euro bezahlt die Stadt Frankfurt am Main als Trägerin des Klinikums Frankfurt Höchst selbst - bekommt die Stadt östlich des jetzigen Bettenhauses in Richtung Windthorststraße ein sechs Stockwerke umfassendes Gebäude. Mit 54,7 Mio. EURO unterstützt das Land Hessen den Ersatzneubau des Klinikums Frankfurt Höchst.

In Höchst entsteht mit dem Neubau ein modernes Krankenhaus der kurzen und transparenten Wege. Wir werden mit der im Neubau möglichen Optimierung der Arbeitsabläufe wie auch mit der Passivhausbauweise einen qualitativ hohen Standard umsetzen und auf lange Sicht Kosten einsparen können. Doch das Zukunftspotenzial liegt nicht nur im Neubau allein. Auf dem Klinikgelände wird außerdem ein Gesundheitszentrum entstehen. Unser Klinikum hat bereits heute eine sehr hohe Akzeptanz in der Bevölkerung – nicht zuletzt aufgrund der Qualität und des außerordentlichen Engagements der Belegschaft. Mit dem Neubau und dem Gesundheitszentrum erhoffe ich mir, dass die Anziehungskraft noch weiter gestärkt wird.“ Die direkten Neubaumaßnahmen werden im Jahr 2016 gestartet, mit einer Fertigstellung wird bis Ende 2018 gerechnet, mit der Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2019. 

 

Über den geplanten Neubau

Der aus vier Querriegeln bestehende Neubau wird eine Bruttogeschossfläche von rd. 78 900 Quadratmetern und eine Nutzfläche von rd. 34 450 Quadratmetern haben. Geplant sind 664 stationäre Betten; dazu kommen 40 tagesklinische Plätze. Stationär werden so allein  im Neubau nach seiner Fertigstellung jährlich über 33 500 Patienten versorgt werden können. Vorgesehen sind zehn OP-Säle und ein Hybrid-OP, der mit Spezialgeräten wie Angiografieanlagen, Computertomographen oder Magnetresonanztomographen ausgestattet ist und über seine bildgebenden Modalitäten minimal-invasive Eingriffe erlaubt, die für den Patienten weniger traumatisch sind.

Mit dem zweiten Bauabschnitt soll begonnen werden, wenn der Neubau bezogen ist. Dann könnte die Augenklinik in die erst 2005 errichtete Zentrale Notaufnahme ziehen, die als einziger Teil des jetzt bestehenden Gebäude-Ensembles langfristig erhalten bleiben soll. Für die Klinik für Psychiatrie am Standort Höchst wird ebenso an einem Neubaukonzept gearbeitet.

 

Über das Klinikum

Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 18 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), zwei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. Über 2.000 Beschäftigte versorgen jährlich ca. 36.000 stationäre und 80.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2018 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren des Klinikums Frankfurt Höchst im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de.

Die Stadt Frankfurt am Main als Vorreiterin bei der Errichtung von Passivhausbauten hat sich entschlossen, auch den Neubau Klinikum Frankfurt Höchst als Passivhaus zu errichten.

Für Krankenhäuser existieren noch keine Passivhauskriterien. Diese waren im Zuge der Planungen zu ermitteln und festzuschreiben. Schon im Pflegebereich lassen sich die Kriterien für Pflegeheime nicht anwenden.

  • Die Beleuchtungsstärke in den Pflegezimmern, den Arbeitsräumen, den Fluren muss die ärztliche und pflegerische Betreuung rund um die Uhr gewährleisten.
  • An den Bettplätzen werden neben einer ausreichenden Beleuchtung zusätzlich Anschlüsse für Strom, medizinische Atemluft, Sauerstoff vorgesehen, um die notwendigen Geräte rund um die Uhr betreiben zu können.
  • Die Verkehrsflächen (Warteflächen, Flure, etc.) müssen ausreichend groß dimensioniert sein, um ein ungehindertes Arbeiten zu gewährleisten.
  • Die Aufzugskapazitäten müssen sowohl den Bettenverkehr, den Patienten- und Besucherverkehr, als auch den logistischen Anforderungen genügen.
  • Die Anforderungen an die krankenhausspezifische Versorgung erfordert verzweigte Warmwasser- und Lüftungskanalsysteme. Dies ist in der Energiebilanz zu berücksichtigen.

Dies bedeutet, dass der Primärenergiebedarf diesen Randbedingungen anzupassen ist. Angesichts des kompakten Gebäudes, der zu erzielenden Luftdichtigkeit und des Einsatzes von passiv-haustauglichen Fassaden und Fenstern lässt sich die Vorgabe für den Heizwärmebedarf problemlos  erreichen.

Bilanz

Die Erarbeitung eines energetisch hoch effizienten Krankenhauses erfordert von allen Planungsbeteiligten, aber auch von der zertifizierenden Stelle, eine intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit, notwendig. Ein Monitoring für den Neubau Klinikum Frankfurt Höchst nach dem Einzug ist unbedingt erforderlich, um zum einen die Randbedingungen und Berechnungen zu verifizieren, aber auch, um einen Grundstein für die Auslegung von Krankenhäusern auf Basis gesicherter Messwerte zu legen. Im Bereich der Medizinprodukte ist der Markt für energetisch optimierte Geräte sehr eingeschränkt. Dieses Feld bietet noch erhebliche Entwicklungspotentiale.